Geschichtliche Entwicklung
Der talentierte Konstrukteur Ludwig Bertele war bis 1926 für die Dresdner Ernemann-Werke tätig und beschäftigte sich mit Weiterentwicklungen der vorherrschenden dreilinsigen Objektivkonstruktionen [1 🔗]. Dies führte 1923 zu dem berühmten Ernostar mit einer Lichtstärke von zunächst f/2 und später f/1.8 [2 🔗]. Berteles Erfolge blieben Zeiss nicht verborgen und 1926 konnte sich Zeiss die Ernemann-Werke durch eine feindliche Übernahme einverleiben. Durch Zusammenschlüsse mit weiteren Firmen entstand die Zeiss-Icon AG [3 🔗], wo Ludwig Bertele zum Kollegen oder Konkurrenten von Willy Merté wurde. In der Zeiss-Icon AG wurde Bertele beauftragt, das Ernostar weiterzuentwickeln, damit der technologische Vorsprung zu Leitz gehalten werden konnte. Die führte 1929 nach mehreren kleineren Schritten zur Entwicklung des Sonnars mit 50mm Brennweite und einer Lichtstärke von f/2, die schnell auf f/1.5 angehoben werden konnte. Ludwig Bertele konnte damit sogar noch höhere Lichtstärken als Willy Merté erreichen, allerdings konnten seine Sonnare aufgrund des geringen Schnittmaßes nicht an der Spiegelreflexkamera eingesetzt werden. Der Name Sonnar geht auf das Sonnensymbol im Wappen der Stadt Sontheim am Neckar zurück. Das Sonnar gehört zu den bedeutendsten Konstruktionsideen für Objektive. Seine äußerst komplexe und vielschichtige Geschichte kann ich hier nicht darstellen, so dass ich den Leser an die hervorragende Darstellung von Marco Kröger verweise [4 🔗].Die Sonnare 4/135 und 3.5/135 von Carl Zeiss Jena
Bei 35mm-Kameras entwickelte sich sehr schnell der Bedarf nach Teleobjektiven. Inbesondere Amateure suchten nach deutlich längeren Festbrennweiten als die verbreiteten 50mm-Objektive. Dadurch entwickelten sich 135mm-Objektive bereits vor dem 2.Weltkrieg zu einem bedeutenden Marktsegment. Zeiss wollte an dieser Entwicklung teilhaben und brachte nach dem 2.Weltkrieg zunächst das Triotar mit einer Brennweite von 135mm und f/4 heraus.Galerie

Storch bei Uichteritz. Als ich mit den Kameraeinstellungen fertig war, ist der Storch losgeflogen. Ich habe ihn gerade noch am linken Bildrand erwischt, APS-C.








































































